Dürkopp Diana - Gabel und Federung (Teil 2)
Heute waren die finalen Schritte zum Gabelausbau dran. Das Problem mit dem Chokehebel war einfacher als gedacht, die Basis ist nicht verschraubt sondern einfach nur eingesteckt und war verklemmt. Danach war der Weg frei für die weiteren Schritte zum Ausbau der Gabel. Unterwegs gab es wieder viel zu entdecken (Steuersatz) und auch ein paar positive Vorarbeiten vom vermutlich dänischen Vorbesitzer der die Gabel wohl schon mal zerlegt hatte.
In einigen Teilen war das Ganze wieder ziemliches Gefummel, es gab aber bis auf den schon bekannten Spachtelberg auf dem Kotflügel und ein paar fehlende Kugeln aus dem Lenkkopflager keine größeren, negativen Auffälligkeiten. Die Gabel habe ich gut ausgebaut bekommen und dann in ihre Einzelteile zerlegt. Der Zustand war besser als der vom Ersatzteil, die Teile ließen sich ohne abgerissene oder festgerostete Schrauben sauber demontieren und harren nun der Aufarbeitung.
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Um den Gaszugnippel besser durch den Lenker zu bekommen habe ich den Griff ebenfalls demontiert. -
Die Nippelaufnahme muss runter, dann kann man den Zug recht einfach durch die Öffnung des Lenkkopfes ziehen. -
Nun habe ich den Lenkkopf gelockert um mal zu sehen ob der sich gut von der Lenksäule trennen läßt. Keine Probleme. -
Die einzelnen Teile der rechten Seite des Lenkers: Gaszugbedienung, Vorderbremshebel und Chokehebel. Den Tacho habe ich für den Ausbau der Gabel ebenfalls demontiert damit ich die Welle sauber aus dem Lenkkopf rausbekomme. -
Die Züge, Kabelbaum und Tachowelle sind nun alle aus der Lenksäule rausgezogen. -
Nachdem der Lenkkopf demontiert war konnte die Lenkkopflagerabdeckung einfach abgezogen werden. -
Das Lager selber gibt keine Rätsel auf und ist als klassisches Kugellager konzipiert. Es soll zwei Ausführungen geben. -
Man kann die Kontermutter am besten und schonendsten mit solch einem Spezialschlüssel demontieren. -
Unter der Kontermutter wird dann das Sicherungsblech sichtbar. -
Das Sicherungsblech greift mit einer Nase in eine Schlitzöffnung der Lenksäule und ist so gegen Verdrehen gesichert. -
Nun kann man mit dem Spezialschlüssel die Laufmutter losschrauben. -
Die Laufmutter vorsichtig abheben und prüfen ob nicht ggf. eine der einzelnen Kugeln durch das Lagerfett an der Mutter haften. -
Die einzelnen Kugeln kann man kann man nun am besten mit einer Spitzzange oder einem Magneten aus der Lagerschale entnehmen. -
Dann die Gabel vorsichtig ein Stück nach unten drücken bis die unteren Lagerkugeln frei liegen. Da bei mir recht wenig Lagerfett übrig war sind einige Kugeln bei diesem Schritt schon in die Rahmenöffnung gefallen. -
Auch hier hilft die Spitzzange bei der Entnahme der einzelnen Lagerkugeln. -
Dann kann man die Gabel nach unten aus dem Rahmen ausfädeln. -
Die Lagersitze habe ich dann vom alten Fett gereinigt. Optisch machen diese einen guten Eindruck. -
Der obere Lagersitz in seiner vollen Schönheit. -
Der Untere Lagersitz ist überlackiert und in nicht ganz so gutem Zustand. -
Der Steuersatz oben nach dem ersten Reinigen. Da fehlen wohl einige Kugeln was auch der Grund für die unbefriedigende Funktion sein sollte. -
Die Lagerkugeln haben einen Durchmesser von 6 mm was sich mit der Angabe aus der Ersatzteilliste deckt. -
Die Gabel habe ich dann zwecks Prüfung in ihre Einzelteile zerlegt. -
Bremszugeinstellschraube lösen und mit Zug entfernen. -
Kotflügelhalterung an der Gabel losschrauben. -
Muttern der Schrauben lösen. -
Und Kotflügel abnehmen. Der hier ist ganz schön verformt... -
Kann man so lackieren, muss aber nicht ;-) -
Aufnahme des Dämpfers lösen -
Hier war wohl schon mal jemand dran, sieht alles recht gut aus. -
Dämpfermutter oben lösen... -
... und Schraube von der anderen Seite rausschrauben. -
Am Ende alles ablegen und zur Prüfung und Aufarbeitung einlagern.